Der Körper gleicht in seiner Haltung einem geduckten, schleichendem Tiger. Wobei der Rücken nicht krumm sonder gerade und aufrecht ist. Lediglich die Stellungen sind oftmals sehr tief jedoch von großer Spannung und Beweglichkeit gekennzeichnet. Geschmeidig werden Sprünge und Rollen ausgeführt.
Die Hände sind klauenartig angespannt. Die zur Kralle geformten Hände werden zum Greifen und Wegreißen eingesetzt. Damit sind zum Einen Techniken zum Kehlkopf oder zum Anderen zu den Genitalien gemeint.
Knappe Wurftechniken und Sprungtritte mit beiden Füßen sind für diesen Stil markant. Dazu gehören die Hals.- und Genickhebelwürfe. Bei denen der Gegner nicht nur das Gleichgewicht sonder auch die räumliche Kontrolle verliert. In diesen Techniken steckt noch der Uralte Gedanke der ultimativen Selbstverteidigung.
Beinhebel und das Scheren sind auf Grund der tiefen Stellungen auch eine mögliche Angriffsform. Hierbei wird der Angriff auf den Unterschenkel und das Knie fixiert. Es gibt auch Techniken die den Fuß blockieren und den Gegner so zu Fall bringen. Die Beine werden obendrein auch zum Blocken und für Haltetechniken verwendet.
Das Training des Tigerstils verleiht dem Pesilat große Ausdauer, hohe Beweglichkeit und schnelle Reflexe, alles Eigenschaften, die dem Tiger zugeschrieben werden. Ziel des Tigers ist ein schnelles Ende des Kampfes mit maximalem Schaden des Gegners. Angriffe, Konterangriffe und sogar Ausweich- und Blocktechniken sind darauf abgestellt den Gegner zu "strafen". Die Energie ist bei den Techniken des Tigers nicht so fokussiert, sondern aufgrund des Einsatzes des ganzen Körpers verteilt.